3rd Party Facebook Apps – Wo sind sie alle hin?

Auch schon mal gefragt was eigentlich aus der früher blühenden Landschaft von 3rd Party Facebook Apps geworden ist? Ich mich jedenfalls schon. Friendcaster war eine von vielen 3rd Party Facebook AppsLange Zeit habe ich früher Friendcaster benutzt, zwischendurch auch schon mal Klyph und andere. In fact war meine erste Facebook App damals FriendFeed oder wie es hieß, das Widget von HTC Sense auf dem Desire.

Was ist falsch an der offiziellen Facebook App?

Der Hauptpunkt der mich an der offiziellen Facebook App stört, ist die Filterblase die serviert wird. Gut, man kann sich umständlich auf „Neueste Beiträge“ durchhangeln. Aber ist eine Option das als Standard zu setzen denn wirklich zu viel verlangt? Ich habe jedenfalls zwischendurch immer wieder die Augen offen gehalten nach einer alternativen, guten und stylischen App. Aber irgendwie findet man mittlerweile gar keine (noch gepflegten) 3rd Party Facebook Apps. Metal zählt nicht, genau wie andere Apps die letztlich nur die mobile Ansicht servieren.

Tacheles, um was geht’s?

Jetzt habe ich gerade meinen Twitterfeed durchgescrollt und bin auf dieses gestoßen:

Richtig, ist mir auch schon aufgefallen… Da Paul O’Brien ja nun kein Unbekannter ist trudelten auch jede Menge Replies ein. Unter anderem diese wirklich sehr erhellende:

Das ist natürlich eine sehr einschneidende API-Limitierung die mir bislang so nicht bekannt war. Dokumentiert ist das ganze in Facebooks Developer Docs für die Graph API. Und mal ehrlich, kein Nutzer würde 3rd Party Facebook Apps nutzen die nur öffentliche Posts anzeigen. Aber ja, jetzt wo ich so drüber nachdenke – genau dieses Verhalten hatte ich zuletzt in Klyph gesehen. Das hat mich dann letztendlich auch zurück zur offiziellen App getrieben. Schade eigentlich.

Warum werden 3rd Party Facebook Apps geblockt / nicht ermöglicht?

Facebook Logo

Aus der Sicht von Facebook betrachtet ist das absolut sinnvoll. Man möchte maximale Kontrolle darüber wie, was, wann gesehen wird zwecks Umsatzoptimierung. Kann man verstehen. Hat aber auch (theoretisch) Vorteile für die Nutzer. Das ergibt sich aus der API Dokumentation, denn dort steht, das wenn Facebook Änderungen an den Privatsphäre Einstellungen, oder eine Löschung des Posts, an den konsumierenden Dienst schickt, dieser den Post entsprechend entfernen muss. Ob man jetzt glaubt das dass jeder Dienst wirklich so macht sei jedem selbst überlassen.

My two cents

Allerdings frage ich mich, bei der Marktpenetration die Facebook hat, ist das haltbar? Ich ziehe jetzt mal die Parallele zu einem anderen Quasimonopolisten: die Deutsche Telekom. Ja gut, ist kein Monopolist mehr theoretisch – defacto aber irgendwie ja doch wie man an den Vectoring-Verhandlungen sieht. Naja, man stelle sich jedenfalls vor das magentafarbene T würde verkünden: „Liebe Welt, ab morgen könnt ihr Leute in unserem Netz nur noch mit unseren Telefonen anrufen. Alle anderen Telefone können nur noch die Telekomanschlüsse erreichen, die auch im Telefonbuch stehen.“

Ok, ja – der Vergleich hinkt etwas. Aber dennoch… Bei der allumfassenden Reichweite die Facebook erreicht hat sollte eine solche Limitierung nicht erlaubt sein. In anderen Bereichen werden Monopole ja auch bestraft, verhindert oder zerschlagen. Oder wie seht ihr das?

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